Freitag, 20. April 2012
Madeira – die Vulkaninsel
12.-24.4.2012
![]() |
| Quinta Bela Sao Tiago, unser Hotel in Funchal |
Madeira ist eine üppige und vielfältige Insel. Man findet hier alle Farben und Formen: Braunschwarze Lavafelsen, dunkle Basalte und helle vulkanische Tuffe beeindrucken auf der makronesischen Insel genauso wie die Farbenpracht der Blätter, Gräser und Blüten. Und das trotz des trockenen Winters 2011/2012 (seit 150 Jahren habe es hier nicht mehr so wenig geregnet).
| Im Hochland von Paul das Serra |
Informationen zur Insel oder zur Umgebung gab. Er sprach in drei Sprachen, meistens grammatikalisch nicht optimal. Er erklärte uns zum Beispiel, dass die Viehzucht vorwiegend zur Fleischverarbeitung genutzt werde und dass Kälber in unwegsamen und steilen Gebieten nicht auf die Weide geführt würden, sondern im Kuhstall bleiben müssten, da die Gefahr eines Absturzes zu gross sei. Die Übersetzung auf Deutsch lautete dann so: „Wenn Kuh klein und steiles Gebiet, in Kuhstall bleiben, später werden Fleisch.“
Levadas sind Wasserkanäle, die sich als Netz von mehreren tausend Kilometern durch das sonst unzugängliche Gebiet ziehen und das Wasser über die Insel verteilen. Der Norden und das Inselzentrum mit den Quellen versorgen so die weniger begünstigten Städte, Dörfer und Plantagen mit Wasser. Das Wasser wird auf Madeira gerecht verteilt. Diese Levadas sind von schmalen Wegen gesäumt, dies sind die Arbeitswege für den Unterhalt der Levadas. Wanderungen entlang dieser Levadas sind jedoch besonders beliebt, da sie es erlauben, unberührte Natur zu erkunden.
![]() Seilbahn in Funchal zum Monte |
|
Levada dos Tornos
|
Bereits am zweiten Tag unseres Aufenthaltes auf Madeira wanderten wir entlang einer Levada und zwar vom Monte nach Camacha. Wir fuhren mit der Seilbahn, die über die Stadt Funchal zum Monte aufsteigt (herrliche Aussicht!), zum Startpunkt unserer Wanderung. Wir folgten der Levada dos Tornos. Auf dieser Wanderung muss man (am Anfang) schwindelfrei sein, denn es gibt einige wenige Stellen an denen der Weg nur sehr schmal ist und gleich viele Meter steil abfällt. Wandern in Madeira heisst auch immer, gut auf den Weg zu achten. Mein Stunt hat jedoch die Aufmerksamkeit eines Levada-Arbeiters auf sich gezogen. Ich schwang das linke Bein über einen Baumstamm, zog das rechte nach und opsala… da blieb die Hose hängen. Ich verlor das Gleichgewicht und sah vor mir nur noch die Levada von ca. 80 cm Breite. Um nicht in die Levada zu stürzen, schwang ich das linke Bein mit einer vollendeten Eleganz und Präzision (eines Nilpferdes) auf den gegenüberliegenden Randstein des Flüsschens. Uff, das ging noch einmal gut.
Haupteinnahmequelle auf Madeira ist der Tourismus und die bedeutendsten Exportprodukte sind Wein und Bananen. Traditionelle Handwerke sind Stickerei und Korbflechterei. Die Menschen auf Madeira sind sehr sympathisch. Natürlich versuchen sie auch hier in den Zentren des Tourismus, ihre Kunden zu gewinnen. Dies jedoch nicht auf so penetrante Weise wie wir es von anderen Destinationen her kennen. Die Portugiesische Sprache tönt für unsere Ohren zwar unverständlich, jedoch weich und sympathisch. Sogar Fussball-Kommentatoren nerven nicht (wir haben Chelsea – Barcelona in einer lokalen Bar mit Einheimischen verfolgt).
| "Madeira hält was es in den Reiseführern verspricht. Die Insel ist eine Reise wert!" |
| Mit der Seilbahn an die Küste bei Achada da Cruz: eine eindrückliche Kulisse |
| Typisches Haus von Santana |
| Wüstenhafter und klippenreicher Ostzipfel der Ponta des Sâo Lourenço |
| Am östlichsten Zipfel angelangt |
![]() |
| Gemüsemarkt in Funchal |
| Quinta do Palheiro Ferreiro: wunderschöner Privatpark |
| Nach jeder Tour ein feines Nachtessen zum Abschluss des Tages. Madeiras Küche schmeckt uns ausgezeichnet. Wir geniessen das breite Angebot an Seafood. |
Montag, 9. April 2012
Osterhasen auf der Alp
6. - 8. April 2012
Wir verbrachten abenteuerliche Ostertage auf der Appenzeller Alp Heiern. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr freuten wir uns auf diese ruhige Zeit, weg von der Hektik, inmitten der Natur. Zusammen mit Marika und EitschPi verliessen wir unser Zuhause in Freienbach am Karfreitag Richtung Appenzell. Andrea empfing uns im Pappelhof, dem ältesten Haus in Appenzell. Das Ehepaar Martin und Andrea Heeb führt das Haus zum Pappelhof, ein typisches Appenzeller Herrschaftshaus, erbaut im 1550.
Zum Zmittag bot uns Andrea in der Pappelhofstube ein Appenzeller Plättli und wir hatten die Gelegenheit die verschiedenen griechischen Olivenöle zu degustieren (aus eigenem Anbau in Griechenland). Natürlich durfte ein edles Tröpfchen dazu nicht fehlen. Das Haus zum Pappelhof (http://www.pappelhof.ch/) ist allen Gourmets zu empfehlen. Anschliessend ging's auf die Alp. Wir konnten mit dem Auto hinauffahren da kein Schnee mehr lag (entgegen unserem letzten Besuch auf der Alp). Nun genossen wir zwei gemütliche Tage in der heimeligen Atmosphäre des urchigen Appenzöller Alphüsli mit unseren Freunden. Das Wetter war uns gar nicht wohlgesinnt, es war nicht an eine längere Wanderung zu denken. Regen, Regen, Regen den ganzen Samstag. Es hat nur zu einem Spaziergang ins Eggli (ca. 20 Min.) gereicht.
Vom Samstag auf Sonntag meldeten die Wetterstationen Schneefall. Ehrlich gesagt, so richtig ernst genommen habe ich diese Meldung nicht.... aber oha. Am Ostersonntagmorgen lag Schnee soweit das Auge reicht (ca. 20-30 cm) und es schneite noch immer. Bevor wir uns weitere Gedanken zur Rückfahrt mit dem Auto von der Alp ins Tal machten, frühstückten wir ausgiebig und suchten unsere Osternestli, die Andrea im Haus versteckt hatte. Ein exklusives Nestli: Appenzeller Birnenweggli und Biberli, Schöggihäsli und -eili sowie ein Appenzöller Olivenöl und natürlich auch ein Appenzeller Alpenbitter.
Dann kam jedoch unweigerlich die Frage auf: "Können wir überhaupt mit dem Auto ins Tal fahren? Erkennen wir den Weg? Können wir uns orientieren?" Wir entschieden uns, noch etwas zuzuwarten, denn die Wetterstation prophezeite, dass der Schneefall am frühen Nachmittag aufhören sollte. Die Sicht draussen besserte sich dann recht schnell und wir inspizierten die nähere Umgebung. Der Weg war zugeschneit und nicht mehr auszumachen. So entschieden wir uns für die "Operation Holle", das heisst, Ralph und EitschPi liefen den Weg zuerst zu Fuss ab und markierten ihn gleichzeitig, sodass wir anschliessend mit dem Auto ohne Risiko langsam runterfahren konnten.
Die "Operation Holle" haben wir erfolgreich abgeschlossen und konnten uns wie geplant gegen Abend mit Martin im Pappelhof treffen. Auf dem Programm stand ein griechisches Nachtessen in St. Gallen. Simon hat uns vorzügliche Gyros, Tsatziki und andere Köstlichkeiten zubereitet und Martin hat persönlich serviert. Die anschliessende Zigarre und ein feiner Whisky in der Smokers-Lounge waren der gemütliche Abschluss dieser gelungenen Ostertage.
Wir verbrachten abenteuerliche Ostertage auf der Appenzeller Alp Heiern. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr freuten wir uns auf diese ruhige Zeit, weg von der Hektik, inmitten der Natur. Zusammen mit Marika und EitschPi verliessen wir unser Zuhause in Freienbach am Karfreitag Richtung Appenzell. Andrea empfing uns im Pappelhof, dem ältesten Haus in Appenzell. Das Ehepaar Martin und Andrea Heeb führt das Haus zum Pappelhof, ein typisches Appenzeller Herrschaftshaus, erbaut im 1550.
Zum Zmittag bot uns Andrea in der Pappelhofstube ein Appenzeller Plättli und wir hatten die Gelegenheit die verschiedenen griechischen Olivenöle zu degustieren (aus eigenem Anbau in Griechenland). Natürlich durfte ein edles Tröpfchen dazu nicht fehlen. Das Haus zum Pappelhof (http://www.pappelhof.ch/) ist allen Gourmets zu empfehlen. Anschliessend ging's auf die Alp. Wir konnten mit dem Auto hinauffahren da kein Schnee mehr lag (entgegen unserem letzten Besuch auf der Alp). Nun genossen wir zwei gemütliche Tage in der heimeligen Atmosphäre des urchigen Appenzöller Alphüsli mit unseren Freunden. Das Wetter war uns gar nicht wohlgesinnt, es war nicht an eine längere Wanderung zu denken. Regen, Regen, Regen den ganzen Samstag. Es hat nur zu einem Spaziergang ins Eggli (ca. 20 Min.) gereicht.
Vom Samstag auf Sonntag meldeten die Wetterstationen Schneefall. Ehrlich gesagt, so richtig ernst genommen habe ich diese Meldung nicht.... aber oha. Am Ostersonntagmorgen lag Schnee soweit das Auge reicht (ca. 20-30 cm) und es schneite noch immer. Bevor wir uns weitere Gedanken zur Rückfahrt mit dem Auto von der Alp ins Tal machten, frühstückten wir ausgiebig und suchten unsere Osternestli, die Andrea im Haus versteckt hatte. Ein exklusives Nestli: Appenzeller Birnenweggli und Biberli, Schöggihäsli und -eili sowie ein Appenzöller Olivenöl und natürlich auch ein Appenzeller Alpenbitter.
Dann kam jedoch unweigerlich die Frage auf: "Können wir überhaupt mit dem Auto ins Tal fahren? Erkennen wir den Weg? Können wir uns orientieren?" Wir entschieden uns, noch etwas zuzuwarten, denn die Wetterstation prophezeite, dass der Schneefall am frühen Nachmittag aufhören sollte. Die Sicht draussen besserte sich dann recht schnell und wir inspizierten die nähere Umgebung. Der Weg war zugeschneit und nicht mehr auszumachen. So entschieden wir uns für die "Operation Holle", das heisst, Ralph und EitschPi liefen den Weg zuerst zu Fuss ab und markierten ihn gleichzeitig, sodass wir anschliessend mit dem Auto ohne Risiko langsam runterfahren konnten.
Die "Operation Holle" haben wir erfolgreich abgeschlossen und konnten uns wie geplant gegen Abend mit Martin im Pappelhof treffen. Auf dem Programm stand ein griechisches Nachtessen in St. Gallen. Simon hat uns vorzügliche Gyros, Tsatziki und andere Köstlichkeiten zubereitet und Martin hat persönlich serviert. Die anschliessende Zigarre und ein feiner Whisky in der Smokers-Lounge waren der gemütliche Abschluss dieser gelungenen Ostertage.
Video-Präsentation unserer einzigartigen und ereignisreichen Ostertage 2012.
Viel Vergnügen! (Diä Präsentation hät d'Marika gmacht.)
Viel Vergnügen! (Diä Präsentation hät d'Marika gmacht.)
Empfehlung: Video im Kleinformat ansehen
Mittwoch, 4. April 2012
Besuch in Mesocco
Besuch in Mesocco
31. März – 4. April
Written by my friend Mönä:
Wir durften ein paar super erholsame Tage in der Residenz Irma verbringen. Und gemeinsam mit Irma, Mönä und Ralph haben wir die Schönheiten der näheren Umgebung wieder entdeckt. Auch die kulinarischen Bedürfnisse wurden voll abgedeckt, vor allem im Rustici della Verzasca und bei Ralph’s Kochkünsten, aber auch der hausgemachte Mandarinen Likör in Pian San Giaccomo wird unvergesslich bleiben. Wir möchten uns von Herzen für die Gastfreundschaft bedanken. „Tessin, wir gehen um wieder zu kommen!“
Die Familie Nöggg hat uns in Mesocco besucht! So lässig unsere Freunde Mönä und Nöggg mit Natalie haben mit uns ein paar Ferientage in Mesocco bei Irma verbracht. Ihr Ausruf: „Aahh, es ist sicher 20 Jahre her seit wir zum letzten Mal unsere Ferien im Süden verbracht haben! Wir haben ganz vergessen, wie schön das ist!“.¨
Am Samstag waren auch Ralphs Bruder, Frank, sowie seine beiden Hunde Umpa und Lazaro mit uns. Nögggs sind um die Mittagszeit angekommen. Uff Stau, Stau, Stau. „Warum fahred er dänn au über dä Gotthard nach Mesocco?“ Das war sicher nicht der beste Entscheid. Das Mesocco-Plättli und ein Boccalino (oder Bier) haben aber sicher für die mühsame Fahrt in den Süden entschädigt.
Am Sonntag war Määrt-Tag in Cannobio: posten, posten, posten, kurz Geld ausgeben. Natalie hatte grosse Freude an diesem lebendigen Ort. Das Wetter war perfekt und der Markt noch nicht mit allzu vielen Besuchern überflutet.
Am Montag besuchten wir die Isola di Brissago, am Dienstag die Ausstellung auf dem Castello die Sasso Corbaro „un castello di uova“, eine Ausstellung von kunstvoll bemalten und gestalteten Eiern, es ist ja auch bald Ostern. Am Mittwoch frühstückten wir gemeinsam und unsere Freunde zogen weiter nach Vnà zu Grosi und Pimpum.
Schön, dass ihr da seid.
Prost Mönä!
![]() |
Abonnieren
Posts (Atom)































